Osmodrama

Osmodrama Berlin 2016Video No 12 - the festival (english, 6 min.)Osmodrama Berlin 2016Video Nr. 12 – Das Festival (deutsch, 6 Min.)

Smeller 2.0 ist ein elektronisches Instrument zum Komponieren, Aufzeichnen und Aufführen von Geruchssequenzen in klarer und schneller Abfolge zum direkten Erleben in definiertem Raum. Damit wird eine neue künstlerische Praxis olfaktorischer Kunst wahr: Osmodrama.

Dem Geruchssinn wohnt ein gründlich anderes Verständnis von Zeit inne: Duft wandert langsamer als Licht oder Ton, aber erreicht unser Bewusstsein schneller als jedes Bild oder Geräusch. Direkteste Wahrnehmung, die dem Verstand und dem Urteilsvermögen zuvorkommt.

Das Osmodrama Festival Berlin 2016 hat einen fortlaufenden Diskurs und zukünftige Kooperationen in Gang gebracht, weil Smeller und Osmodrama sowohl praktische wie theoretische Felder in Kunst und Wissenschaft eröffnen.

Osmodrama ist die Kunst zeitbasierten Gestaltens mit Gerüchen in Serien – Jeder Atemzug ein neuer Geruch. Abfolgen deutlicher Düfte und ihrer plötzlichen oder allmählichen Veränderungen;
Im ganzen Raum;
ohne Stau und Überlagerungen;
und ohne ungewollte Vermischung mit vorangegangenen oder nachfolgenden Gerüchen.
Chemische Kommunikation in Bewegung.

Lange nachdem die Bilder laufen lernten, bringt Smeller den Gerüchen das Laufen bei – in kollektiver Erfahrung seines Publikums.

Ein durchgehendes Programm und zwölf öffentliche Premieren hatten rund 60 Medienereignisse in Form von Berichten und Kritiken ausgelöst und ein umfassendes Buch ist in Vorbereitung.

Im Laufe der Entwicklung und erstmaligen Umsetzung neuer Aufführungsformate hat hat auch die Synosmie immer weitere Gestalt angenommen.

In der Musik sprechen wir von Symphonie.
In der Geruchswelt nennen wir es Synosmie: Kompositionen rein aus Gerüchen und Geruchs-Akkorden, ohne dass es dabei auf irgend einen anderen Sinn als das Riechen ankommt.

Osmodrama stellt zeitbasiertes Erzählen in Geruchssequenzen großer Bandbreite vor, eine künstlerische Praxis, mit der neue Formate entstehen:
Darstellende Künste in Verbindung mit kinetischen Gerüchen. „Synosmien“ alleinstehend oder zusammen mit Film, Literatur, Musik, Klang, Tanz, Theater.

Mit Smeller 2.0 stehen Basisgerüche auf 64 Kanälen zur Verfügung, zur Aufführung, Programmierung und computergesteuertem Streaming – und auch Internetübertragung – tausender verschiedener Gerüche und Geruchsakkorde, um als immersive und kollektive Realität erfahren und erforscht zu werden.

Das ist der Anfang.

Credits

Smeller is an electronic instrument to create, record and project distinct and rapid scent-sequences happening for the bare nose in contained venues. This opens up a new practice of olfactory art: Osmodrama.

Olfaction bears a fundamentally different approach to time: Odor moves way slower than light or sound, but reaches consciousness faster than image or noise: A most direct perception before reason or judgement get into play.
That allows us to perform and experiment with molecules that turn into memories and emotions immediately.

The Osmodrama Festival Berlin 2016 ignited an ongoing discourse and forged future cooperations.
Smeller and Osmodrama open up an operational as well as theoretical field for artists and scientists.

Osmodrama is the art of time-based composing with series of smells.
A new scent with every breath taken. Successions of distinct smells and of sudden changes;
throughout the venue;
without lingering;
and without blurring with the succeeding or the preceding scent.
Chemical communication in motion.

Long after the pictures learned to move, Osmodrama brings smells into motion – for collective experience.

A permanent program and twelve premieres for the public have generated about 60 media reports and reviews so far – and a larger book is in preparation.

During the development and first time application of new staging formats, the Synosmy improved.

In music we say symphony.

In olfaction we call it Synosmy: compositions of odors and chords of scents, alone, with no other senses involved than the sense of smell.

Osmodrama introduces timebased narratives of smell sequences in high diversity, an art practice to explore new formats:
Performing arts combined with kinetic scents. „Synosmies“ as standalones – or in conjunction with film, literature, music, sound, dance, theater;

With Smeller 2.0 we had 64 channels of basic scent components for performing, programming and computer controlled streaming
– and even internet-transmitting –
thousands of different smells and chords of scents to be explored as its own kind of immersive and collective reality.

This is a beginning.

Credits

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